Belegärztliche Versorgung

Das kooperative Belegarztwesen verbindet idealtypisch die ambulante und stationäre Versorgung im Sinne einer integrierten Versorgung. Belegärzte sind freiberuflich tätige Vertragsärzte, die berechtigt sind, ihre Patienten im Krankenhaus unter Inanspruchnahme der hierfür bereitgestellten Dienste, Einrichtungen und Mittel vollstationär oder teilstationär zu behandeln. Voraussetzung hierfür ist einerseits eine vertragliche Regelung mit einem Krankenhaus, das Belegabteilungen führt und anderseits eine Zulassung als Belegarzt durch die zuständige Kassenärztliche Vereinigung. Der Belegarzt erhält von dem Krankenhaus keine Vergütung. Seine Leistungen werden aus der vertragsärztlichen Gesamtvergütung honoriert, während das Krankenhaus eine Vergütung nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz erhält.

Mit der jährlichen Fortentwicklung des DRG-Systems und der Aufrechterhaltung der beiden Abteilungstypen Hauptabteilung und Belegabteilung ist das Belegarztsystem in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bewertungen und damit die Vergütung der DRG’s aus dem Hauptabteilungskatalog und der des Belegabteilungskatalogs immer weiter zu Lasten der Beleg-DRG’s auseinandergedriftet sind. Die Folge ist, dass immer mehr Häuser von Belegleistungen auf Hauptabteilungsleistungen umstellen und die Fallzahl der Belegabteilungs-DRG’s immer weiter rückläufig ist.

Um der aktuelle Entwicklung gegenzusteuern und das Belegarztwesen zu erhalten, ist auf Bundesebene eine Arbeitsgruppe tätig, die Lösungsvorschläge erarbeitet und ein Positionspapier formuliert hat, welches die Sichtweise und Forderungen des BDPK bzw. auch des VPKA unterstreicht.

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