München – Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat jüngst ihren Rehaatlas 2025 veröffentlicht. Das 20-seitige Papier bildet in gebündelter Form die aktuellen Zahlen und Entwicklungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation ab. Michael Strobach, Geschäftsführer des Verbandes der Privatkrankenanstalten in Bayern (VPKA): „Die Ergebnisse verdeutlichen die enorme Bedeutung der Reha. Reha-Einrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um Menschen nach Krankheit oder Belastung zurück in Alltag und Beruf zu bringen und damit Erwerbsfähigkeit sowie gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu sichern.“
Wie der Rehaatlas belegt, steigt die Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen nach dem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 mittlerweile wieder kontinuierlich an. Während 2023 rund 947.000 Reha-Leistungen abgeschlossen wurden, waren es 2024 bereits rund 996.000. Insgesamt wurden 2024 rund 1,6 Millionen Reha-Leistungen beantragt.
Die mit Abstand meisten stationären Reha-Leistungen entfielen bei Frauen und Männern gleichermaßen (mit einem Anteil von jeweils rund 36 Prozent) auf orthopädische Behandlungen. Dahinter folgen psychische, onkologische und hämatologische sowie kardiologische Erkrankungen. Das Durchschnittsalter der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden lag bei rund 53 Jahren.
Auch Unterschiede in der Inanspruchnahme werden sichtbar: Ausländische Versicherte nutzen medizinische Reha-Leistungen vergleichsweise seltener. Von rund 8,3 Millionen im Jahr 2023 versicherten Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nahmen 2024 rund 0,9 Prozent (knapp 80.000) Reha-Leistungen in Anspruch. Bei deutschen Versicherten lag der Anteil bei rund 3,1 Prozent (971.000 von rund 31,6 Millionen Personen).
Insgesamt setzt sich der Trend zu mehr Ambulantisierung fort. Zwar wurden 2024 etwas über 80 Prozent der Reha-Leistungen stationär erbracht, zugleich stieg der Anteil ambulanter Maßnahmen auf 16 Prozent – ein Plus von rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Michael Strobach: „Die Babyboomer erreichen zunehmend das Alter, in dem Reha häufiger gebraucht wird. Zugleich nimmt die Zahl chronisch erkrankter Beschäftigter zu. Rehabilitation wird damit zu einem zentralen Baustein, um gesundheitliche Einschränkungen auszugleichen und Erwerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Dafür braucht es qualifizierte, spezialisierte Einrichtungen – und genau hier ist Bayern mit seiner starken Reha-Landschaft bundesweit führend.“
Den Rehaatlas gibt es auf der Website der DRV als Download.
